Die besten Tauchspots auf Bali: Guide für alle Regionen

Ein Taucher schwebt über einem farbenfrohen Korallenriff mit lila, gelben und orangefarbenen Korallen, umgeben von tropischen Fischen in Bali.

Bali ist einer dieser Orte, an die ich einfach immer wieder zurückkomme – fünf Reisen bisher, und ich hab noch lange nicht genug. Als Tauchlehrerin habe ich schon viele Plätze gesehen, aber nur wenige Tauchziele sind so abwechslungsreich und spannend wie Bali.

Die Insel liegt mitten im Korallendreieck, und die Unterwasserwelt ist einfach unglaublich: Mantas, Mola Molas, Riffhaie und das beste Makro, das ich außerhalb von Lembeh gefunden habe. Egal ob Wracks, Riffe, Strömungstauchgänge oder Tec, auf Bali findet wirklich jeder genau das, was er sucht.

Das Beste daran: Du musst dich nicht für einen Spot entscheiden. Die Insel ist klein genug, dass du dich an einem Ort niederlassen und trotzdem die besten Tauchplätze Balis auf Tagesausflügen entdecken kannst. Genau das mache ich fast jedes Mal, wenn ich hier bin.

Und wenn du mal nicht im Wasser bist, sorgen Balis Strände, das Essen und die entspannte Stimmung dafür, dass du richtig abschalten kannst.

In diesem Guide zeige ich dir:

  • Meine die besten Tauchspots auf Bali und was sie jeweils besonders macht
  • Die beste Zeit zum Tauchen in den verschiedenen Regionen (inklusive wann du Mantas und Mola Molas sehen kannst)
  • Was dich in Sachen Meeresleben, Strömungen und Reiseplanung erwartet
  • Persönliche Tipps zu Tauchbasen, Transport und Sicherheit

01 – Warum Bali ein Muss für Taucher ist

  • Unglaubliches Meeresleben – Bali liegt mitten im Korallendreieck, was bedeutet: eine Wahnsinns-Biodiversität. Von Mantas und Mola Molas bis hin zu Riffhaien und seltenen Makro-Kreaturen, du weißt nie, was dir vor die Maske schwimmt.
  • Tauchen für alle Levels – Flache Riffe, tiefe Wände, Drifttauchgänge, Wracks oder Tec-Training – auf Bali findest du alles.
  • Ganzjährig tauchen – Auf Bali kannst du das ganze Jahr über tauchen. Die besten Bedingungen hast du von April bis November, aber Orte wie Tulamben und Amed sind selbst in der Regenzeit top.
  • Warmes Wasser, einfache Anreise – Die Wassertemperaturen liegen konstant zwischen 26 und 30 °C, und die meisten Tauchgebiete erreichst du in wenigen Stunden vom Flughafen aus.
  • Gute Tauchbasen – Auf Bali findest du viele gut geführte Tauchbasen mit erfahrenen Tauchlehrern und guter Ausrüstung.
  • Einfache Erreichbarkeit – International gut angebunden und kurze Wege zu den Tauchspots.
  • Preiswerte Tauchtrips – Im Vergleich zu anderen bekannten Tauchzielen bietet Bali ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht ganz so günstig wie Tauchen auf Koh Tao, aber nah dran, besonders wenn du nur Fun Dives machst oder dein eigenes Equipment dabei hast.
  • Paradies für Unterwasserfotografie – Riesige Wracks, klares Wasser, leuchtende Korallen, Mantas und Makro vom Feinsten. Egal ob Weitwinkel oder Winzlinge, hier bist du ständig mit der Kamera beschäftigt.

02 – Die 5 besten Tauchspots auf Bali

Bali hat alles, von entspannten Landtauchgängen in ruhigen Dörfern bis zu schnellen Drifttauchgängen entlang steiler Wände. Was ich daran am meisten liebe? Jeder Spot hat seinen ganz eigenen Charakter, unter Wasser und an Land.

Hier sind meine Top 5 Tauchgebiete auf Bali, und warum sie sich wirklich lohnen:

1. Tulamben – USAT Liberty Wrack

Tulamben ist die Heimat des USAT Liberty Wracks, und ganz ehrlich: Es ist mein absoluter Lieblings-Tauchplatz auf Bali, vielleicht sogar in ganz Südostasien.

Ich hab längst aufgehört zu zählen, wie oft ich hier abgetaucht bin, und trotzdem bin ich jedes Mal wieder begeistert.

Dieses 120 Meter lange Kriegsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg ist komplett mit Weichkorallen bewachsen und wimmelt nur so vor Leben. Riesige Schwärme von Stachelmakrelen, Buckelkopf-Papageifischen und Nacktschnecken in allen möglichen Farben, und das ist nur das Wrack.

Die Umgebung ist ein Traum für Makrofans. Die schwarzen Sandhänge rund um Tulamben sind perfekt für Muck Diving. Auf einem einzigen Tauchgang kannst du Anglerfische, Schnecken, Harlekingarnelen, Geisterpfeifenfische und Zwergseepferdchen entdecken.

Wenn du ein erfahrener Taucher bist, solltest du auch unbedingt einen Nachttauchgang in Tulamben machen. Das Wrack verwandelt sich nach Einbruch der Dunkelheit komplett und ich habe hier einige der unglaublichsten Meereslebewesen überhaupt gesehen!

Tulamben ist auch Balis Hotspot für technisches Tauchen. Die tieferen Bereiche des Wracks und Plätze wie der Drop-Off sind ideal für Dekompressionstraining und Tauchgänge mit Mischgas. Mehrere Tauchbasen vor Ort bieten Tec-Ausrüstung, Gasblending und Support für Rebreather an.

Man muss aber sagen: In Tulamben dreht sich alles ums Tauchen. An Land ist es ein ruhiges Dorf mit einfachen Unterkünften, ein paar Warungs und sonst nicht viel. Wenn du Bars und Beach Clubs suchst, bist du hier falsch. Aber wenn für dich “eat, sleep, dive, repeat” die perfekte Reise bedeutet, dann wirst du Tulamben lieben.

Das Wichtigste über Tulamben

  • Beste Tauchplätze: USAT Liberty Wrack, Coral Garden, Drop-Off
  • Beste Spots für Makro: Batu Niti, Melasti
  • Meeresleben: Büffellkopf-Papageifische, Stachelmakrelen, Geisterpfeifenfische, Zwergseepferdchen, Schnecken
  • Beste Zeit zum Tauchen: April bis November für ruhiges Wasser und gute Sicht
  • Strömungen: Meist mild, ideal für Open Water Taucher
  • Empfohlen für: Alle Erfahrungslevel + Tec-Tauchen, Makrofotografie
  • Tauchbasen, die ich empfehle: Scuba Tribe, Matahari Tulamben
Ein Taucher mit Taschenlampe erkundet die korallenbedeckten Überreste des Liberty-Schiffswracks in Tulamben, das als einer der besten Tauchplätze auf Bali gilt.

2. Amed – Das Makro-Paradies

Amed liegt nur eine kurze Fahrt von Tulamben entfernt, fühlt sich aber komplett anders an. Während in Tulamben alles auf essen, schlafen und tauchen hinausläuft, gibt’s in Amed noch ein bisschen mehr: Strandcafés, Bergblick und eine entspannte, ruhige Atmosphäre, bei der man gerne länger bleibt.

Im Kern ist Amed immer noch ein einfaches Fischerdorf, aber eben eins, in dem du zwischen den Tauchgängen richtig gut runterkommen kannst.

Fürs Makrotauchen gehört Amed zu meinen absoluten Lieblingsspots. Wenn du Schnecken, Garnelen und schräge Sandbewohner genauso liebst wie ich, bist du hier richtig. Ich habe hier schon alles gesehen, von Anglerfischen und Sepien bis hin zu Harlekingarnelen, Mimik-Oktopussen und gelegentlich sogar behaarte Anglerfische.

Die meisten Spots sind direkt vom Strand aus erreichbar, und die Tauchgänge sind entspannt, oft mit wenig bis gar keiner Strömung. Tauchplätze wie Ghost Bay sind voll von kleinen Tierchen, du musst nur langsam sein und eine Lampe mitbringen.

Aber Amed hat mehr zu bieten als nur Muck Diving: Plätze wie Pyramids und Jemeluk Wall begeistern mit bunten Korallenriffen, Fischschwärmen und künstlichen Riffstrukturen, die jede Menge Leben anziehen. Perfekt für Einsteiger oder wenn du einfach mal einen gemütlichen, farbenfrohen Tauchgang machen willst, ohne ständig auf der Suche nach Kleinkram zu sein.

Amed ist außerdem ein Zentrum für Tec-Tauchen, mit steilen Abhängen, einfacher Logistik und erfahrenen Tauchbasen, die Deko-Training und Rebreather-Tauchgänge anbieten. Ein richtig guter Ausgangspunkt für Tec-Taucher, die zwischendurch auch mal entspannte Rifftauchgänge machen wollen.

Und wenn du ein erfahrener Taucher bist, kannst du dir in Amed auch einfach eine Flasche leihen und direkt vom Strand aus unabhängig tauchen.

Ich hole mir meistens meine Tanks beim Divers Café, gehe mit einem Buddy ins Wasser und verbringe den ganzen Tauchgang damit, nach Schnecken und winzigen Garnelen zu suchen.

Das Wichtigste über Amed

  • Beste Tauchplätze: Pyramids, Jemeluk Wall, Bunutan
  • Meeresleben: Seepferdchen, Anglerfische, Sepien, Geisterpfeifenfische, Harlekingarnelen, Nacktschnecken
  • Beste Zeit zum Tauchen: April bis November für gute Sicht und ruhige Bedingungen
  • Strömungen: Mild bis mäßig, meist entspannte Landtauchgänge
  • Empfohlen für: Alle Erfahrungslevel + Tec-Tauchen, Makrofans
  • Tauchbasen, die ich empfehle: Bali Dive Trek, Divers Café Amed
Ein Taucher untersucht Unterwasser-Statuen auf dem Meeresboden in Bali, die mit Meeresbewuchs bedeckt sind, während eine Tauchlampe die Szene beleuchtet.

3. Nusa Penida – Mantas, Mola Molas & Drifttauchen

In Nusa Penida wird’s wild – im besten Sinne! Die Strömungen können hier richtig heftig sein, aber genau deshalb zieht es auch so spannende Meeresbewohner an.

Wenn du davon träumst, mit Mantas zu tauchen, dann bist du hier richtig. Manta Point macht seinem Namen alle Ehre. Bei meinem letzten Tauchgang hatten wir über 40 Minuten lang Mantas, die um uns herumkreisten. Einfach nur magisch.

Zwischen Juli und Oktober hast du außerdem die seltene Chance, Mola Molas (Mondfische) bei Crystal Bay zu sehen. Sie kommen in dieser Jahreszeit aus der Tiefe hoch, wenn das Wasser kühler wird. Ich habe meinen ersten Mola Mola hier Anfang Juli gesehen, völlig unerwartet. Riesig, schräg und absolut unvergesslich.

Aber Nusa Penida hat noch mehr zu bieten als nur die großen Tiere: Wahnsinnig schöne Korallenriffe, steile Wände und riesige Fischschwärme. Die Sicht ist meistens top, und Drifttauchgänge fühlen sich hier wirklich an wie Fliegen.

Aber Achtung: Die Strömungen können stark und unberechenbar sein. Für absolute Anfänger ist das nichts. Du solltest auf jeden Fall eine gute Tarierung haben und schon ein paar Drifttauchgänge hinter dir haben.

Die meisten Tauchausflüge nach Nusa Penida starten von Sanur oder Padang Bai, wenn du auf dem Festland wohnst. Aber direkt auf den Inseln zu wohnen macht aber einen riesigen Unterschied: Nusa Penida ist ruhig und wild, mit holprigen Straßen und abgelegenen Stränden. Nusa Lembongan ist einfacher zu erkunden, mit Strandcafés und schnellerem Zugang zu den Tauchplätzen.

Wenn du auf Nusa Penida oder Nussa Lembongan bleibst, hast du kürzere Bootsfahren zu den Tauchplätzen und gleichzeitig die Chance, die Inseln auch abseits vom Tauchen kennenzulernen.

Das Wichtigste über Nusa Penida

  • Beste Tauchplätze: Manta Point, Crystal Bay, Toyapakeh
  • Beste Spots für Großes: Crystal Bay (Mola Mola), Manta Point
  • Meeresleben: Mantarochen, Mola Molas, Riffhaie, Schildkröten, Fischschwärme
  • Beste Zeit zum Tauchen: Juli bis Oktober für Mola Molas; Mantas das ganze Jahr über
  • Strömungen: Stark und wechselhaft, ein Paradies für Drifttaucher
  • Empfohlen für: Fortgeschrittene Taucher oder Open Water Taucher mit guter Tarierung und Erfahrung
  • Tauchbasis, die ich empfehle: World Diving Lembongan
Ein majestätischer Mantarochen gleitet durch tiefblaues Wasser bei Nusa Penida, während Sonnenstrahlen von oben durchscheinen.

4. Pemuteran – Entspanntes Tauchen & wunderschöne Riffe

Pemuteran liegt an der Nordwestküste Balis, weit weg vom Trubel im Süden, und genau das macht es so besonders. Es ist ruhig, entspannt und perfekt, wenn du einfach easy tauchen willst: gesunde Riffe, kaum Strömung und keine Menschenmassen.

Ideal für Anfänger oder alle, die einfach entspannt an einem Korallenriff entlangtreiben wollen, ohne gegen die Bedingungen anzukämpfen.

Eines der Highlights in Pemuteran ist das Bio-Rock-Projekt, eines der größten künstlichen Riff-Restaurierungsprojekte der Welt. Hier wachsen Korallen auf Metallkuppeln, die von Rifffischen und Makroleben nur so wimmeln.

Das Gebiet ist flach, super fotogen und sogar für Schnorchler zugänglich. Ich empfehle immer, das Bio-Rock früh morgens zu tauchen, das Licht über dem Riff bei Sonnenaufgang ist einfach magisch.

Abseits der Bio-Rock-Zone findest du natürliche Riffe mit großen Schnapperschwärmen, Meeresschildkröten, Sepien und jungen Süßlippen. Auch Makrofans kommen auf ihre Kosten, vor allem in den sandigen Abschnitten und Geröllfeldern.

Pemuteran ist außerdem ein super Ausgangspunkt für Tauchtrips nach Menjangan, die Insel ist nur etwa 30 Minuten entfernt.

Wenn du Zeit hast, lohnt es sich definitiv, ein paar Tage hier zu verbringen. Das Dorf selbst hat eine total entspannte Atmosphäre, mit Tauchbasen direkt am Strand und ein paar richtig guten Spots zum Chillen nach dem Tauchen.

Wenn du Lust auf entspanntes Tauchen an bunten Riffen, ein bisschen Naturschutz und das Gefühl eines ruhigen Stranddorfs hast, ist Pemuteran genau das Richtige.

Das Wichtigste über Pemuteran

  • Beste Tauchplätze: Bio-Rock, Temple Garden, Napoleon Reef
  • Meeresleben: Meeresschildkröten, Schnapperschwärme, Riffhaie, Sepien, Süßlippen
  • Beste Zeit zum Tauchen: April bis November für beste Sicht und ruhige Bedingungen
  • Strömungen: Mild, ideal für Open Water Taucher
  • Empfohlen für: Alle Erfahrungslevel, besonders anfängerfreundlich, Korallenfans
  • Tauchbasen, die ich empfehle: Sea Rovers, Reef Seen Divers Resort
Ein Taucher gleitet über ein felsiges Riff mit Weichkorallen und Algen in Bali, umgeben von kleinen Rifffischen.

5. Menjangan Island – Abgelegene & beeindruckende Steilwände

Menjangan Island ist definitiv eines der am meisten unterschätzten Tauchziele auf Bali. Man braucht ein bisschen, um hierherzukommen. Weiter weg von Kuta oder Seminyak geht’s kaum, aber der Aufwand lohnt sich.

Die Riffe rund um die Insel gehören dank des Schutzes des West Bali Nationalparks zu den gesündesten und intaktesten, die du auf Bali findest.

Die Tauchplätze hier sind bekannt für ihre spektakulären Steilwände, kristallklares Wasser und eine beeindruckende Vielfalt an Weichkorallen und riesigen Gorgonien. Es ist auch einer der wenigen Orte, an denen ich zuverlässig Zwergseepferdchen gefunden habe, perfekt getarnt zwischen den Gorgonien, wenn du einen guten Guide (und etwas Geduld) hast.

Durch den Status als Nationalpark und die begrenzte Zahl an täglichen Besuchern sind die Tauchgänge hier ruhig und entspannt – ein echter Kontrast zu den belebteren Spots im Süden. An Meeresleben gibt’s hier Schildkröten, Riffhaie, Thunfische und Riesenmuscheln, plus jede Menge kleine Tierchen, die sich in den Wandspalten verstecken.

In den tieferen Abschnitten kann es etwas Strömung geben, aber insgesamt ist Menjangan ein super Ziel für Taucher aller Erfahrungsstufen.

Übernachten kannst du auf Menjangan selbst nicht, also sind Pemuteran oder Pejarakan die besten Ausgangspunkte – zwei entspannte Küstendörfer etwa 30 Minuten entfernt. Hier findest du ein paar Tauchresorts, Homestays und Strandrestaurants. Perfekt, wenn du beeindruckende Steilwände tauchen willst und auf die Massen verzichten kannst.

Das Wichtigste über Menjangan Island

  • Beste Tauchplätze: Eel Garden, Coral Garden, Anchor Wreck
  • Meeresleben: Schildkröten, Zwergseepferdchen, Riffhaie, Riesenmuscheln, Thunfische
  • Beste Zeit zum Tauchen: April bis November
  • Strömungen: Meist mild, aber an einigen Wänden kann die Strömung stärker sein
  • Empfohlen für: Alle Erfahrungslevel, perfekt für Steilwandtauchen und Unterwasserfotografie
  • Tauchbasen, die ich empfehle: Blue Season Bali, Sea Rovers (Basis in Pemuteran)
Ein Taucher schwebt über einem farbenfrohen Korallenriff mit lila, gelben und orangefarbenen Korallen, umgeben von tropischen Fischen in Bali.

03 – Die beste Zeit zum Tauchen auf Bali

Grundsätzlich kannst du das ganze Jahr über auf Bali tauchen, aber manche Jahreszeiten bieten einfach bessere Bedingungen als andere.

Die Trockenzeit von April bis November ist meist die beste Zeit für einen Besuch: ruhigeres Meer, gute Sichtweiten und stabiles, warmes Wetter auf der ganzen Insel.

Mantas kannst du übrigens das ganze Jahr über bei Nusa Penida sehen.

Trockenzeit: April bis November

Das ist Balis Hauptsaison zum Tauchen. Die Sichtweiten erreichen oft 20–30 Meter, und die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 26-29°C.

Das ist die beste Zeit für Tulamben, Amed, Pemuteran und Menjangan, besonders für Makrotauchen und schöne Rifftauchgänge.

Wenn du deine Tauchreise flexibel planen kannst, dann hast du in dieser Zeit auf fast ganz Bali die besten Bedingungen.

Hauptsaison für Mola Molas: Juli bis Oktober

Wenn du Nusa Penida auf dem Plan hast, solltest du in dieser Zeit kommen. Die Wassertemperaturen können auf 20–25 °C fallen, was die Mola Molas aus der Tiefe anzieht. Die Strömungen sind in diesen Monaten aber auch am stärksten – also besser geeignet für erfahrene Taucher. Ein 5-mm-Anzug oder eine Weste mit Kopfhaube hilft, bei längeren Tauchgängen warm zu bleiben.

Regenzeit: Dezember bis März

Tauchen ist auch in der Regenzeit möglich, aber die Sicht kann schlechter werden und es gibt mehr Regen und Wellengang, besonders im Süden von Bali. Tulamben und Amed sind durch ihre Lage an der Nordostküste oft weniger betroffen. Die Wassertemperaturen liegen dann meist zwischen 28 und 30 °C, also immer noch warm genug für einen Shorty oder sogar nur einen Rashguard in vielen Gebieten.

Bali Saison-Übersicht

SaisonMonateBedingungenBeste Regionen
TrockenzeitApril – NovemberBeste Sicht (20–30 m), ruhiges Meer, warmes Wasser (26–29 °C)Tulamben, Amed, Pemuteran, Menjangan
Mola Mola SaisonJuli – OktoberKühleres Wasser (20–25 °C), starke Strömungen, tolle GroßfischsichtungenNusa Penida, Crystal Bay
RegenzeitDezember – MärzGeringere Sicht, raueres Meer, warmes Wasser (28–30 °C), mehr RegenTulamben und Amed meist trotzdem gut

04 – Tauchpakete und Preise

Tauchen auf Bali ist bezahlbar und flexibel, aber die Preise variieren je nach Region. In abgelegeneren Gegenden wie den Penidas ist es meist etwas teurer, während Landtauchgänge in Tulamben und Amed oft deutlich günstiger sind. Hier eine Übersicht über die typischen Kosten:

Preise für Fun Dives

  • 1 Fun Dive: IDR 590.000–800.000 (€35–€50 / $38–$52)
  • 2-Tauchgang-Trip: IDR 1.100.000–2.100.000 (€65–€130 / $72–$138)

Tanks, Blei und Guide sind in den Preisen normalerweise inklusive. Manche Tauchbasen berechnen eine Extra-Gebühr für die Ausrüstung.

Viele Tauchcenter bieten Rabatte für mehrere Tauchgänge oder Pakete an, also ruhig nachfragen, wenn du planst, länger als einen Tag zu tauchen.

Preise für Tauchkurse

  • Open Water Kurs: IDR 6.500.000–8.650.000 (€385–€515 / $420–$560)
  • Advanced Kurs: IDR 5.500.000–7.150.000 (€325–€430 / $355–$465)

Die Kurse beinhalten normalerweise Training, Ausrüstung, Materialien und Zertifizierung.

Eigene Ausrüstung vs. Leihen

  • Komplettes Leihequipment: ca. IDR 200.000 pro Tag (€12 / $13)

Manche Tauchbasen geben Rabatte, wenn du dein eigenes komplettes Set mitbringst.

Unabhängiges Tauchen (Flaschenmiete)

In Tulamben und Amed können erfahrene Taucher einfach Flaschen mieten und mit einem Buddy eigenständig abtauchen, ganz ohne Guide. Das ist nicht nur mega flexibel, sondern auch günstiger.

Ich mache das oft, wenn ich mein eigenes Tempo gehen oder früh morgens allein am Liberty Wrack tauchen will.

Meine Flaschen miete ich meistens bei:

  • Matahari Tulamben (perfekt für Tauchgänge am Liberty Wrack)
  • Divers Café Amed (freundlich und zuverlässig)

Wichtig: Achte darauf, dass dein Brevet und deine Erfahrung zu den Tauchplätzen und Bedingungen passen, besonders, wenn es tiefer runtergeht oder Strömung im Spiel ist.

05 – Fortbewegung auf Bali: Die besten Optionen für Taucher

Sich auf Bali fortzubewegen ist relativ einfach, aber es hängt immer davon ab, wohin du willst, wie viel Budget du hast und wie viel Ausrüstung du dabei hast.

Hier zeige ich dir, wie ich normalerweise zwischen den Tauchspots unterwegs bin, was gut funktioniert und was du besser lassen solltest.

Roller ausleihen

  • Am besten für: Kurze Strecken (z. B. in Amed oder Pemuteran)
  • Preis: IDR 70.000–120.000/Tag (€4–€7 / $4.50–$8)

Roller sind die günstigste Art, sich vor Ort zu bewegen, und bieten viel Flexibilität. Aber sei vorsichtig, der Verkehr auf Bali ist chaotisch, und die Straßen sind besonders auf Nusa Penida oft richtig schlecht.

Wenn du Tauchgepäck transportieren musst oder längere Strecken zwischen Tauchplätzen planst, würde ich von Rollern eher abraten.

Tipp: Immer Helm tragen und einen internationalen Führerschein dabeihaben. Polizeikontrollen sind häufig, vor allem in touristischen Gegenden.

Taxis, Grab & Fahrer

  • Am besten für: Abholung vom Flughafen, kurze Fahrten in Städten oder längere Transfers zwischen Orten
  • Preis: Sehr unterschiedlich; IDR 300.000–850.000 (€18–€52 / $20–$55) für Langstrecken

Apps wie Grab oder Gojek funktionieren gut in Gegenden wie Sanur oder Ubud. Aber in Tulamben, Amed oder Pemuteran brauchst du nicht damit zu rechnen.

In abgelegenen Regionen lasse ich mir meistens vom Tauchcenter oder Guesthouse einen Fahrer organisieren, die sind zuverlässig und preislich kaum teurer als Grab.

Shuttlebusse & Minivans

  • Am besten für: Günstige Transfers zwischen bekannten Orten (Ubud, Canggu, Sanur usw.)
  • Preis: IDR 80.000–250.000 (€5–€15 / $5–$16)

Für den direkten Weg zu den Tauchspots eher ungeeignet, aber eine gute Option, wenn du ohne Tauchgepäck unterwegs bist und einfach zwischen Städten wechseln willst.

Fähren & Speedboote

  • Am besten für: Anreise nach Nusa Penida, Lembongan oder zu den Gili-Inseln
  • Preis: IDR 150.000–350.000 einfach (€9–€21 / $10–$23)

Die meisten Boote fahren ab Sanur, Padang Bai oder Amed. Ich buche mein Ticket normalerweise vorher online, um das Chaos am Hafen zu vermeiden. Zum Beispiel über 12Go Asia, die sind zuverlässig und einfach zu nutzen.

06 – Tauchsicherheit auf Bali: Versicherung & Notfallversorgung

Da ich selbst in einer Druckkammer arbeite, checke ich vor jeder Tauchreise, wo die nächste Kammer ist. Tauchunfälle sind selten, aber wenn etwas passiert, dann zählt oft jede Minute. Zu wissen, dass deine Versicherung greift und eine Druckkammer in Reichweite ist, gibt dir die Ruhe, dich voll auf deine Tauchgänge zu konzentrieren.

Tauchversicherungen, die ich empfehle

Diese drei Anbieter sind bei uns in der Druckkammer immer wieder positiv aufgefallen durch schnelle Bearbeitung und keinerlei Probleme bei der Abwicklung:

Vor deiner Reise solltest du unbedingt prüfen, ob deine Versicherung die Art von Tauchgängen abdeckt, die du planst – vor allem bei Tec-, Wrack- oder Drifttauchgängen.

Druckkammern auf Bali

Auf Bali gibt es zwei Druckkammern:

  • Kasih Ibu Hospital Gianyar – Liegt zwischen Sanur und Tulamben. Die nächste Druckkammer für Tauchgebiete wie Padang Bai und Amed.
  • Sanglah General Hospital Denpasar – Das größte Krankenhaus auf Bali, in der Nähe des Flughafens, ideal für Notfälle im Süden.

Beide Druckkammern sind das ganze Jahr über besetzt und betriebsbereit. Im Notfall musst du dich aber zuerst an die Notfall-Hotline deiner Versicherung wenden.

FAQ: Tauchen auf Bali

Ja, du kannst auf Bali auch tauchen, wenn du noch keinen Tauchschein hast. Viele Tauchbasen bieten Schnuppertauchgänge an (oft als “Discover Scuba” bezeichnet), bei denen du unter Anleitung eines Instructors in sicheren, flachen Bedingungen erste Erfahrungen sammelst. Tulamben und Amed sind dafür ideal – ruhiges Wasser, einfacher Einstieg und jede Menge Meeresleben schon in 5–10 Metern Tiefe.

Ja, Tauchen auf Bali ist grundsätzlich sicher, vorausgesetzt, du wählst ein professionelles Tauchcenter und bleibst innerhalb deiner Grenzen. An strömungsstarken Spots wie Nusa Penida solltest du besonders aufmerksam sein. Und ganz wichtig: Achte darauf, dass deine Tauchversicherung wirklich das abdeckt, was du vorhast. Ich habe genug DCS-Patienten behandelt, um zu wissen: Es lohnt sich.

Ja, an einigen Spots wie Tulamben und Amed kannst du auch ohne Guide tauchen. Manche Tauchbasen verleihen Flaschen an erfahrene Taucher, die selbstständig losziehen wollen. Ich liebe diese Freiheit und tauche in diesen Gegenden meistens ohne Guide. Wichtig ist nur, dass du den Platz gut kennst und immer innerhalb deiner Grenzen bleibst.

Ja, Bali ist eines der besten Makroziele in Südostasien. In den schwarzen Sandplätzen rund um Tulamben, Amed und Pemuteran findest du Nacktschnecken, Geisterpfeifenfische, Seepferdchen, Anglerfische und vieles mehr. Wenn du auf Kleinkram stehst: Taschenlampe und Kamera nicht vergessen!

Ja, du kannst auf Bali das ganze Jahr über tauchen. Die beste Sicht und die ruhigsten Bedingungen hast du normalerweise in der Trockenzeit (April bis November). Aber Spots wie Tulamben und Amed sind auch in der Regenzeit gut betauchbar. Nur musst du zwischen Dezember und März mit etwas mehr Wellengang und eingeschränkter Sicht rechnen.

Die beste Zeit zum Tauchen auf Bali ist zwischen April und November. Dann ist das Meer ruhig, die Sicht gut und die meisten Tauchplätze sind problemlos erreichbar. Wenn du wegen der Mola Molas kommst, solltest du zwischen Juli und Oktober anreisen. Das Wasser wird in dieser Zeit zwar kälter, aber genau dann steigen diese Tiefseefische in flachere Bereiche auf.

Mantarochen kannst du das ganze Jahr über am Manta Point bei Nusa Penida sehen. Ich hatte hier schon unglaubliche Tauchgänge – 45 Minuten lang von Mantas umgeben zu sein, ist schwer zu toppen. Aber Achtung: Die Bedingungen am Manta Point können rau sein, mit ordentlich Wellengang. Für deine ersten Tauchgänge ist der Spot eher nicht ideal.

Zwischen Juli und Oktober hast du die besten Chancen, einen Mola Mola bei Nusa Penida zu sehen, besonders bei Crystal Bay. In diesen Monaten wird das Wasser deutlich kälter (bis runter auf 20 °C), also am besten einen dickeren Neoprenanzug einpacken.

Den einen besten Tauchplatz auf Bali gibt es nicht – es kommt darauf an, was du suchst.

Für Wracktauchgänge: das USAT Liberty Wrack in Tulamben.

Für Großfisch: Manta Point oder Crystal Bay.

Für Makro: Amed oder Tulamben.

Für beeindruckende Steilwände: Menjangan.

Bali hat für so ziemlich jeden Taucher den passenden Spot.

Bevor du gehst

Wenn dich dieser Guide genauso fürs Tauchen auf Bali begeistert hat wie mich, bist du nicht allein. Ich komme nicht ohne Grund immer wieder zurück.

Von entspannten Makrotauchgängen in Amed bis zu großem Actionkino mit Mantas bei Nusa Penida: Auf Bali gibt es für jeden Taucher den passenden Spot.

Du weißt nicht, wo du loslegen sollst? Ich habe einen kompletten Guide zum Tauchen in Tulamben geschrieben, inklusive meinem absoluten Lieblings-Wracktauchplatz weltweit.

Und wenn dir dieser Beitrag bei der Planung geholfen hat, teil ihn gern mit deinen Tauchbuddies – vielleicht buchen sie ja gleich mit dir zusammen die nächste Reise.